Breitbandausbau: Kreistag gibt Startschuss

von Stephan Trapp

Anfang 2020 ist es soweit – so die Einschätzung der Landrätin Dorothea Schäfer, was den Start des Breitbandausbaus in Mainz-Bingen betrifft. In der jüngsten Kreistagssitzung beschloss das Gremium einstimmig, dass die Kreisverwaltung nun die Verträge mit den ausbauenden Telekommunikationsunternehmen abschließen kann. Einzige Voraussetzung: die Förderzusage des Landes. Insgesamt wird der Breitbandausbau 24,7 Millionen Euro kosten, 90 Prozent davon können durch Land und Bund gefördert werden.

Landrätin Dorothea Schäfer ist optimistisch gestimmt: „Die Förderung in Höhe von 40 Prozent wurde uns seitens des Landes bereits in einer Absichtserklärung mitgeteilt.“ Die feste Zusage der Fördergelder über den Bund in Höhe von 50 Prozent liegt bereits vor. Die Kosten in Höhe von 24,7 Millionen beinhalten das Schließen der Wirtschaftlichkeitslücke. Das heißt, in den Gebieten, in denen sich der Ausbau der Datenleitungen für die Telekommunikationsunternehmen wirtschaftlich nicht rechnet, übernimmt der Kreis den unwirtschaftlichen Teil der Ausbaukosten. Landrätin Dorothea Schäfer weiß: „Ob in Unternehmen, privaten Haushalten oder eben Schulen – zukunftssicherer Datenverkehr ist ein wichtiger Standortfaktor.“ Außerdem verbessere dies die Teilhabe mobilitätseingeschränkter und älterer Menschen, die im Landkreis leben.

Als nicht ausreichend versorgt und somit förderfähig gelten Gebiete mit Datenraten von unter 30 Mbit/s. Doch mit dem Breitbandausbau visiert die Kreisverwaltung  nicht nur das flächendeckende Minimum an, sondern möchte für die Zukunft vorsorgen: Glasfaserkabel bis in die Haushalte, Firmen oder Schulen machen Übertragungsgeschwindigkeiten von einem GBit/s und mehr möglich.

 

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