Frühjahrsputz Teil 3: Der Wertstoffhof

von Stephan Trapp

Der Frühling ist ein guter Zeitpunkt, um endlich mal wieder auszumisten, zu entrümpeln und das Haus oder die Wohnung auf Vordermann zu bringen. Gerade der März scheint sich für den Frühjahrsputz anzubieten. Doch wohin mit dem Aussortierten? Was nicht verkauft oder verschenkt werden kann, endet oft im Sperrmüll, auf dem Wertstoffhof, am Problemmüllbus oder in der Tonne. Genau für diese vier Bereiche gibt die Kreisverwaltung Mainz-Bingen zusammen mit dem Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) in den Märzwochen wertvolle Tipps zur Mülltrennung:

Diese Woche zum Thema Wertstoffhof:

Ist erst einmal alles entrümpelt und renoviert, will man übrig gebliebene Sachen schnell und einfach loswerden. Also alles rauf auf den Hänger und ab damit zum Wertstoffhof. Dort kann eine Vielzahl verwertbarer Abfälle ohne zusätzliche Gebühr abgegeben werden. Doch ein paar Dinge gibt es auch hier zu beachten. Grundsätzlich gilt: Die maximale Anlieferungsmenge beträgt eine Kofferraumladung je Öffnungstag oder umgerechnet etwa 600 Liter. Eine Sonderregelung gilt für Bauschutt, hier sind maximal 50 Liter je Öffnungstag zur Abgabe möglich. Wenn es doch einmal mehr Abfall sein sollte, kann das Entsorgungszentrum in Budenheim in Anspruch genommen werden. Die Anlieferung ist hier allerdings je nach Art und Menge mit unterschiedlichen Kosten verbunden.

Doch was darf eigentlich über den Wertstoffhof entsorgt werden? Angenommen werden beispielsweise Metallschrott, Elektrogeräte, diverse Kunststoffabfälle, verschiedene Hölzer (nicht jedoch behandelte Hölzer wie Eisenbahnschwellen oder teerimprägniertes Holz) sowie Behälterglas und Flachglas. Außerdem können auf den Plätzen auch Haushaltsbatterien, Beleuchtungskörper, Leuchtstoff- und Energiesparlampen, LEDs (die normale Glühbirne ist über den Restmüll zu entsorgen), CDs und DVDs sowie Naturkorken abgegeben werden. Auf den Wertstoffhöfen des Landkreises Mainz-Bingen wird mit wenigen Ausnahmen auch Grünschnitt gesammelt. Wo dies nicht der Fall ist, werden Gartenabfälle auf separaten Grünschnittplätzen angenommen, auch hier gilt maximal eine Kofferraumladung pro Öffnungstag.

In Zeiten des immer größer werdenden Online-Versandhandels sind auch Kartonagen ein wichtiges Thema. Fast 20.000 Tonnen Altpapier werden jährlich durch den Abfallwirtschaftsbetrieb eingesammelt und der Verwertung zugeführt. Diese werden zum Großteil über die Papiertonnen erfasst. Viele Kartons landen aber auch neben der Tonne, was die Arbeit der Müllwerker und Müllwerkerinnen zusätzlich erschwert. Besser sind die Kartons deshalb im großen Container auf dem Wertstoffhof oder zerlegt in der Papiertonne aufgehoben.

Vor dem Besuch des Wertstoffhofes ist es ratsam, sich über die Annahmebedingungen zu informieren und dann den Müll entsprechend der Vorgaben zu trennen und vorher zu sortieren. Das spart Zeit auf dem Wertstoffhof und vermeidet Zurückweisungen. Wer statt einer Entsorgung besseres tun möchte, der wirft nicht weg, sondern trägt zu einer Wiederverwendung bei. Der Abfallwirtschaftsbetrieb bietet unterschiedliche Hinweise für defekte oder nicht mehr benötigte Gegenstände wie den Reparaturführer oder den Tausch- und Verschenkmarkt. So kann es nicht nur gelingen, dass man mit dem Frühjahrsputz einen Dritten beschenkt, sondern dass man im Gegenzug für den alten Toaster vielleicht sogar einen neuen Mixer ergattert.

Der Abfallwirtschaftsbetreib betreibt im Landkreis Mainz-Bingen 11 Wertstoffhöfe. Informationen zu den Entsorgungsmöglichkeiten, Adressen und Öffnungszeiten erhalten  Interessierte im Abfallkalender, auf der Homepage des AWB unter www.awb-mainz-bingen.de  zum Beispiel im Abfall ABC und der Wertstoffhofbroschüre oder telefonisch bei der Abfallberatung unter 06132 / 787 – 7080.

BU: Wertstoffhof Sprendlingen. Foto: Kreisverwaltung.

 

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