Schweineparadies Selztalhof

von Stephan Trapp

Ok, ich habe mich bei den Feierlichkeiten als Vegetarierin zu erkennen gegeben.

Das kommt bei einem Schweinezuchtbetrieb vielleicht nicht so gut an .

Aber ich kann es gut damit begründen, dass mir die Aufzucht- und Schlachtmethoden in Deutschlands Massentierhaltung zuwider sind und ich aus diesem Grund kein Fleisch essen möchte.

Deshalb war ich sehr angenehm überrascht über das, was uns bei der Eröffnung des „Schweineparadieses“ vorgestellt wurde.

Soweit ich es beurteilen kann, wirkten die „Bunten Bentheimer“ sehr zufrieden in ihren großen Stallabteilungen und ihrem 1 Hektar großen Auslauf. Es hat auch nicht nach Schweinedung gestunken. Hierzu gab es viele Bedenken in der Gemeinde.

Wenn wir einen Wechsel in der Fleischproduktion haben wollen und uns Gedanken um das Tierwohl machen, dann sollten wir solche innovativen Betriebe mit unserem Einkauf unterstützen, damit sie am Markt eine Chance haben.

Die Familie Antony kann stolz auf Ihr Projekt sein und wir als Ortsgemeinde haben mit dem „Schweineparadies“ ein Alleinstellungsmerkmal mehr.

Ich werde jetzt nicht zur „fleischfressenden Pflanze“, aber ich freue mich, dass es in Selzen einen Betrieb gibt, der etwas Neues wagt. Viel Glück dabei.

 

Monja Seidel
Ortsbürgermeisterin

 

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